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Ein wahrer «Arbeitsurlaub»

Einmal mehr war unsere drei-wöchige Reise nach Zambia zu FCTrelief Foundation ein wahrer «Arbeitsurlaub». Das Timing war perfekt für all dies, was besprochen, entschieden und gemacht werden musste. Chris Merk berichtet.

 




Das Jahr 2024, wie bereits berichtet, begann mit Herausforderungen wegen dem Choleraausbruch – dem schlimmsten seit Jahren – und Schulen, Hochschulen und Universitäten konnten vor Mitte Februar nicht geöffnet werden, also kurz bevor wir ankamen. Unser FCTrelief Team vor Ort leistete in dieser Zeit eine grossartige Arbeit, indem sie neue Schüler aufnahmen, Hausaufgaben verteilten wann immer die Kinder zum Mittagessen kamen, dafür geschaut haben, dass alle ihre neuen Uniformen, Schuhe und Bücher haben, und allgemein alle Schüler bis zum Schulanfang betreuten. Wir haben jetzt 30 neue Schüler, also insgesamt fast 100 – die höchste Zahl bis anhin.





Zukunft durch Bildung

 

Unsere 17 Schulabgänger der 12. Klasse erhielten ihre Resultate, einige davon sehr gut. Dies bedeutet, dass die besten Schüler auf eine Chance der Weiterbildung hoffen. Ein paar davon sollten gut genug sein ein Stipendium zu erhalten und sie haben sich auch bereits dafür angemeldet. Sie sind durch unsere Studenten angespornt, die auch ab und zu bei uns während der Workshops über ihr Studium erzählen. Somit haben unsere Schüler ein besseres Verständnis, was dies bedeutet und wo und wie man sich am besten bewirbt. Violet und Mable, die schulisch unsere besten Mädchen waren, würden nächstes Jahr gerne Apothekerin erlernen. Kein einfaches Unterfangen, aber wie Memory, die ihren Abschluss gut machte, sind auch sie intelligent und entschieden dies angehen zu wollen.

 


Violet und Mable



Während unserem Aufenthalt kamen uns ständig unsere Studenten (16 zurzeit) besuchen, die neue Studiendarlehen für 2024 unterzeichneten. Dies war eine gute Möglichkeit auch mit ihnen über ihr Studium und ihre Fortschritte zu reden. Es kamen auch Schulabgänger, die uns um Unterstützung und Rat fragten.


Drei der Schulabgänger fragten nach einem Platz an der Ausbildungsstätte «Chikupi» um eine Lehre anzugehen (Landwirtschaft). Obwohl das Schuljahr bereits voll war, machten sie für unsere Schüler eine Ausnahme, da wir einen sehr guten Ruf geniessen! Steven, Janet und Eunice waren über diese Chance sehr begeistert. Innerhalb von drei Tagen arrangierten wir alles mit ihren Eltern und sandten sie freudig los. Dieses Mal trafen wir eine Vereinbarung mit den Eltern, dass auch sie mitunterstützen sollen, inklusive Pfannen, Lebensmittel und Stiefel, wie auch Hygieneartikel und Bettwäsche. Wir versorgten sie sonst wie wir konnten, inklusive einen der gespendeten Koffer für Steven. Alle drei sind dankbar für diese Chance im Leben. Die Eltern sind uns auch sehr dankbar, dass ihre Kinder dort ein Jahr studieren und mit einem Zertifikat abschliessen können. Dies ermöglicht ihnen viel bei der Jobsuche nächstes Jahr. Eunice teilte mit, dass sie Spass haben, es geniessen und auch viel lernen.

 


Steven, Eunice und Janet mit Vätern



Bereits zum dritten Jahr in Folge haben wir von unseren Jugendlichen «Aufsichtsschüler» an ihren Schulen, was von ihrem guten Ruf und Charakter zeugt. Dies widerspiegelt auch das gute Vorbild unserer Lehrer und all das Gute, das sie bei FCT lernen. Unsere Kinder sind höflich, wohlerzogen, und es ist erfreulich mit ihnen zu reden. Sie alle sind dankbar Teil des FCTrelief Programms sein zu können, welches in den letzten zehn Jahren einen bleibenden Eindruck in der Gesellschaft hinterliess.

 

Es freut uns auch zu sehen, dass unsere Schulabgänger ihre Freundschaften, die sich während ihrer Zeit bei FCTrelief gebildet haben, aufrechterhalten. Einige von ihnen studieren gemeinsam, teilen eine Unterkunft oder unterstützen sich gegenseitig – wie dies Familienmitglieder tun.

 


Francis und Moses



Zwei neue Krankenschwestern

 

Zwei weitere unserer Mädchen, Mary und Gertrude, baten uns um Unterstützung zur Anmeldung an der «Makeni» Schule für Krankenschwestern. Sie kennen auch unsere beiden Krankenschwestern, die dort studieren, die bereits mehr als die Hälfte absolviert haben. Wir halfen ihnen mit den Formularen und einem Empfehlungsschreiben für die Bewerbung. Beide haben den Aufnahmetest gut bestanden und warten jetzt auf Bescheid bezüglich eines Stipendiums. Beide Mädchen kommen von schwierigen Verhältnissen und es ist wichtig, dass sie in der Schule auch eine Unterkunft erhalten, damit sie in geschütztem Rahmen leben und lernen können. Sambia hat einen Mangel an Krankenschwestern, so sollte es nicht schwierig sein nach ihrem Abschluss Arbeit zu finden. Auch ihnen half unser guter Ruf als Stiftung bei ihrer Bewerbung und Aufnahme.



Mary und Gertrude


 

Administrationsarbeiten

 

Wir konnten auch alle Administrationsarbeit von 2023 durchgehen, hielten unsere Jahresversammlung, machten alle Abschlüsse und sandten die Jahresberichte an die verschiedenen Instanzen vor Ort. Wir hatten Gespräche mit unserem Personal und bereiteten die neuen Verträge vor. Dieses Mal konnten wir drei-jahres Verträge abschliessen da wir mit ihnen sehr zufrieden sind. Dies gibt ihnen auch Jobsicherheit und sie sind dafür dankbar. Wir kontrollierten auch alle Infrastruktur auf dem Plot, hatten zwei grossartige Jugendmeetings an den Samstagen mit über 100 Jugendlichen, und trafen uns mit vielen Leuten, denen wir helfen, unter anderem mit Jobsuche und andere, die versuchen ihre Studentendarlehen zurückzuzahlen, was wegen der ständig steigenden Preise herausfordernd ist. Arbeit zu finden ist auch trotz Ausbildung nicht immer einfach – oft eine grosse Herausforderung in Sambia – und nichts geschieht auf die Schnelle. Sie müssen weiterhin ihr Bestes geben um etwas zu erreichen, auch mit Qualifikationen.

 

Erich Vracko war bereits zum vierten Mal dabei und war sehr wertvoll in vielerlei Hinsicht – sei es beim Fotografieren, fahren oder am PC. Er fühlt sich sehr wohl in Sambia und wird vom Personal und den Schülern sehr geschätzt. Gordon Merk traf eine Woche später auch ein und konnte einen grossen Koffer mit Spenden von Bulgarien verteilen, inklusive Wintersocken, die ältere Damen aus Bulgarien speziell für unsere sambischen Kinder gemacht haben. Alles wurde sehr dankbar aufgenommen und es wurde in der bulgarischen Presse publiziert. Gordon, nebst seiner Arbeit des Vereins in Bulgarien, ist bereits auf allen Ebenen unserer Arbeit involviert, also somit gut vorbereitet für die Zeit, in der er das Werk von uns übernehmen wird.

 




Nach Hause um Auszuruhen…

 

Einmal mehr verflogen diese drei Wochen sehr schnell. Wir konnten eine erstaunliche Menge Arbeit leisten und erneut vielen Menschen helfen. Es war sehr bereichernd, jedoch anstrengend. Wir reisten im Gewissen ab, unser Bestes gegeben und fröhliche Menschen zurückgelassen zu haben. Und dann war es Zeit zu Hause etwas auszuruhen!








 

 

 

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