In Sambia ist das Hilfswerk gefragter denn je. Chris Merk und die Leiter vor Ort berichten.

Sambia und viele andere afrikanische L├Ąnder haben die Schlie├čung von Schulen aufgrund von Covid-19 verl├Ąngert. Die Schulen wurden Anfang M├Ąrz geschlossen und am 1. Juni nur f├╝r die Pr├╝fungsklassen 7, 9 und 12 wieder ge├Âffnet. Die Pandemie birgt ein hohes Risiko f├╝r Schwangerschaften im Teenageralter, sexuellem Missbrauch, Kinderehen und anderen sch├Ądlichen Praktiken wie Drogen und Alkohol, weil sich die meisten der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler langweilen, wenn sie zu Hause in den eng besiedelten Armenvierteln bleiben m├╝ssen. Leider haben sie keine M├Âglichkeit, online zu lernen, da sie keinen Zugang zu Computern oder Internet haben. Einige der Sch├╝ler begannen mit Gelegenheitsjobs, Eltern anderer Sch├╝ler schmieden Pl├Ąne, sie zu verheiraten (insbesondere in den D├Ârfern), da sie bef├╝rchten, dass ihr Kind nicht mehr zur Schule zur├╝ckkehren wird.

Die Lernenden sehen den Gewinn

FCTrelief hat seine R├Ąumlichkeiten jedoch nicht geschlossen. Wir boten weiterhin Mittagessen zum Mitnehmen an und die Duschen waren auch weiterhin verf├╝gbar. Wir haben immernoch Teilnehmner, die Schwierigkeiten haben, eine Mahlzeit pro Tag zu bekommen! Daher waren die Mittagessen zum Mitnehmen f├╝r alle ein echter Erfolg. Nat├╝rlich mussten wir die strengen Richtlinien des Gesundheitsministeriums befolgen, wie das Tragen von Masken, social distancing und gute H├Ąndehygiene, dessen Umsetzung die Lehrpersonen sicherstellten. Seit Juni bieten wir den Sch├╝lern der Pr├╝fungsklassen Unterricht und offene Diskussionen in kleinen Gruppen an.

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Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler im neuen Geb├Ąude.

Die Lernenden haben viel von unserem Angebot profitiert und sehen den Gewinn, den sie durch unser Sponsoring haben. Wenn die Lernenden kommen, um ihr Mittagessen abzuholen, erhalten sie von den Lehrern auch Hausaufgaben und andere Aufgaben, damit sie besch├Ąftigt sind und keine Zeit haben, sich auf schlechte Ablenkungen einzulassen. Neben unseren Teilzeitmitarbeitern wie K├Âchen und Reinigungskr├Ąften waren auch die Lehrer froh, in diesen herausfordernden Zeiten weiterarbeiten zu k├Ânnen. Sambias Wirtschaft ist von dieser Pandemie nicht verschont geblieben. Die Preise f├╝r alle Waren sind gestiegen, und die Menschen haben ihre Arbeit verloren, da das Gesch├Ąft r├╝ckl├Ąufig ist.

Zwei Universit├Ątsanw├Ąrter

Wir haben zwei Sch├╝ler, die ein Internat besuchen, das nur diejenigen mit hervorragenden Leistungen ausw├Ąhlt. Einer der beiden, der nicht im Abschlussjahr ist, kann online lernen, da wir ihm ein Smartphone geliehen haben. Der andere, Alex, der dieses Jahr abschlie├čen wird, macht die Matura. Hoffentlich beginnt er n├Ąchstes Jahr mit der Universit├Ąt. Er konnte sich auch im Juni wieder in der Schule melden.

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Alex und Tabea.

Als wir Alex zwei Monate sp├Ąter besuchten, sah er sehr gl├╝cklich aus und best├Ątigte, dass er so froh ist, dort zu sein, da die Umst├Ąnde viel besser sind als dort, wo er fr├╝her mit seiner Schwester gelebt hat. Er hat es gut gemacht und ist jetzt ein Leitfigur in seiner Klasse. Dank eines gro├čz├╝gigen Sponsors war es dieses Jahr ein Pilotprojekt, auch ihn in die 13. Klasse dieses hervorragenden Internats zu schicken, was ihn auf die Uni vorbereitet, wo er hoffentlich im zweiten Jahr einsteigen kann.

Die Lehrlinge freuen sich auf die R├╝ckkehr

Im Mai / Juni wurden die Lehrer mit einem F├╝hrungstraining ausgestattet, das online w├Ąhrend des Lockdowns aller Schulklassen durchgef├╝hrt wurde. Auch die Sch├╝ler werden zweifellos von diesem Kurs profitieren.

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Vier der f├╝nf "Lehrlinge".

Diejenigen f├╝nf, die als ein weiteres Pilotprojekt ein Jahr lang in eine Anlehre gehen d├╝rfen (Schneiderei, Maurerarbeiten, Metallarbeiten und Gastgewerbekurse), mussten sich ebenfalls in der Schule melden, da sie ihre Pr├╝fungen bis Ende dieses Jahres schreiben. Alle waren aufgeregt, weitermachen zu k├Ânnen. Wir hoffen in Zukunft mehr Sch├╝ler in diese Kurse zu schicken.

Vorbereitungen zum Schulstart

In den ersten beiden Septemberwochen schlie├čen die Schulen f├╝r eine Pause. Als FCTrelief werden wir in dieser Zeit verschiedene Workshops mit den Lernenden durchf├╝hren. Es wird ein 5-Tage-Woche-Programm geben, was bedeutet, dass alle w├Ąhrend der zehn Tage jeweils ein Mittagessen erhalten. Die Lehrer werden die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler auf die R├╝ckkehr zu ihren Schulen vorbereiten. Wir hoffen, dass sie sp├Ątestens Ende September wieder ├Âffnen.
Diejenigen , die seit 2019 bei uns sind und erfolgreich in die n├Ąchste Klasse ├╝bergegangen sind, erhalten als Belohnung eine Matratze und ein Fixleintuch. Alle, die schon l├Ąnger bei uns sind, haben bereits Matratzen und wir verteilen diese normalerweise im M├Ąrz.

Sie schlafen auf dem Boden

An zwei Tagen laden wir die Erziehungsberechtigten der Lernenden ein, uns mit ihren Kindern zu besuchen, damit wir mit ihnen sprechen k├Ânnen und sie Essenspakete bekommen. Normalerweise haben wir drei solche Treffen in einem Jahr, aber dieses Jahr konnten wir das aufgrund der Pandemie noch nicht tun. Einige Eltern / Erziehungsberechtigte unserer Sch├╝ler waren vom Verlust ihres Arbeitsplatzes betroffen, sodass sie ihre Kinder kaum mit Lebensmitteln versorgen k├Ânnen.
Einer unserer Lehrer bereitete jeder Sch├╝lerin und jedem Sch├╝ler einen Fragebogen vor und verteilte ihn, um die aktuelle Situation zu beurteilen, da er dieses Jahr keine Hausbesuche durchf├╝hren konnte - ├╝ber das Zuhause, wo sie schlafen, ├╝ber Mahlzeiten und Probleme. Fast alle schrieben, dass sie hungrig sind.

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Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler holen ihr Mittagessen ab - zuhause gibts nichts.

Die neueren Sch├╝ler schlafen unter beengten Verh├Ąltnissen auf dem Boden - keiner hat eine Matratze ÔÇô und in den kleinen H├Ąusern auf dem Gel├Ąnde, die nahe beieinander gebaut wurden, ist es oft laut, daher ist ihr Schlaf gest├Ârt. Jeder k├Ąmpft darum, ÔÇ×├╝ber die Runden zu kommenÔÇť und so gut wie m├Âglich zu ├╝berleben - es ist eine gro├če Herausforderung f├╝r die Eltern, Gro├čeltern und Erziehungsberechtigten im Allgemeinen, aber sie sind ├Ąu├čerst dankbar f├╝r unsere Hilfe und sch├Ątzen die Chance, die ihr Kind hat, die Schule fortzusetzen f├╝r eine bessere Zukunft. Diese Kinder werden dann sp├Ąter helfen, ihre Eltern / Erziehungsberechtigten zu unterst├╝tzen - so funktioniert das Sozialsystem in Sambia wie in vielen anderen ├Ąrmeren L├Ąndern und das ist bewundernswert.

Die Suche geht weiter

Mehr denn je in diesem Jahr brauchen die schutzbed├╝rftigen und verwaisten Kinder unsere Hilfe und Unterst├╝tzung, auch bei gesundheitlichen Problemen, Ermutigung, manchmal Beratung, regelm├Ą├čigen Mahlzeiten und Unterricht durch Hausaufgaben und Projekte, bis die Schulen wieder ge├Âffnet sind, die Dinge wieder normal werden und sich hoffentlich die wirtschaftliche Situation verbessert. Vielen Dank an alle, die treu spenden, um diesen sehr dankbaren Kindern zu helfen, und vielen Dank allen Mitarbeiter in Sambia, die gro├čartige Arbeit leisten, um etwas zu bewirken und das Leben aller Beteiligten zu verbessern. Gut gemacht! Mach weiter so!

Bitte hilf uns, mehr Sponsoren zu finden, da die Not enorm ist und wir mehr Kindern helfen und sie ern├Ąhren m├Âchten.